Monatsarchive: Juni 2010

Schlemmerzeit

Aromafrische Kräuter, delikate Feingemüse und köstliches Obst – die Erntezeit beginnt und es darf herzlich geschlemmt werden. Dank neuer Sorten werden Träume von paradiesischen Gärten auch auf kleinen Arealen wahr, in denen die Früchte erntefrisch zum Naschen einladen.

Immertragende Erdbeeren

Foto - Kiepenkerl Erdbeere Rosana

Süßaromatische Erdbeeren für Gefäße tragen mehrmals von Juli bis zum Frost. So gibt es immer etwas zu naschen. Die Sorte ‚Elan’ bringt große, aromatische Früchte mit sehr gutem Geschmack. Die Schwestersorte ‚Rosana’ schmückt sich mit  zierenden rosa Blüten, die Früchte sind appetitlich rot und haben ein feines Walderdbeeraroma. Die Sorten gedeihen überall, auch hervorragend in Balkonkästen und Ampeln.

Leckere Balkongemüse

Tomaten, Paprika, Salate und Gurken sind lohnende Gemüse, die selbst auf dem Balkon gedeihen. Bei Tomaten, Gurken und Paprika lohnen veredelte Pflanzen. Sie bringen einen höheren Ertrag, sind robuster im Wuchs und widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Ideal zum Naschen zwischendurch sind die  kleinfrüchtigen Tomaten. Sie haben ein intensives, würzig-süßes Aroma und eine mundgerechte Größe wie kleine Gemüsepralinen.

Frische Salate lassen sich auch im Balkonkasten anziehen und sind innerhalb weniger Wochen erntereif. Wer möchte, kann bei Pflücksalaten auch nach Bedarf immer nur die äußeren Blätter ernten. Die Pflanze bleibt so bestehen und bringt aus dem Herzen immer neue Blätter hervor.

Feine Kräuter

Aktiv, frisch und gesund leben, dazu können naturfrische Kräuter einen wichtigen Beitrag leisten. Kräuter regen die Lebensgeister an und steigern den Appetit. Damit Sie immer gut versorgt sind, brauchen Sie keine große Gartenanlage. Für die wichtigsten Aromabringer wie Salatrauke (Rucola), Basilikum, Petersilie und Zitronenthymian, Currykraut, Dill, Oregano, Rosmarin, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Zitronenkraut und andere würzige Kräuter reicht schon ein Topfgarten mit Ihrer Lieblingsauswahl, einige Schalen, eine Ampel zum Aufhängen mit Kräutern bepflanzt oder ein Kräuterturm aus übereinander gestellten Töpfen oder Terrakotta. Für die aromatische Pizza- und Pastaküche empfehlen wir unsere neuen  italienischen Kräuter.

Tipp: Wasserpflanzen für Miniteiche

Kleine Wasserspiele und Miniteiche sind für Terrasse oder  Balkon ideal geeignet und sorgen für Urlaubsflair. Selbst die Kleinsten können mit aparten Wasserpflanzen bestückt werden. Schon 20 cm Wassertiefe genügen für einige Arten.

Die Zwergseerosen wie Nymphaea pygmaea ‘Alba’(weiss) oder ‘Helvola’ (gelb) kommen zum Beispiel mit so geringer Wassertiefe aus. Ganz einfach zu halten und sehr schön sind aber auch Schwimmpflanzen wie die blaue Wasserhyazinthe (Eichhornia) oder der dekorative Wassersalat (Pistia). Der tropische Wassersalat gedeiht sogar in jeder Schale.

Rosentaufe ´Out of Rosenheim´am 16. Juni 2010

Ungewöhnliche Salate für den Sommer

Das Säen und Pflanzen von zarten oder knackigen Salaten hält auch die nächsten Wochen noch an, bis Mitte Juli. Die Sorten sollen die Hitze vertragen, ohne allzu schnell aufzuschießen, üppige Köpfe bringen oder Massen an Salatgrün liefern. Dabei gibt es Unterschiede in der Farbe und besonders im Geschmack.

Foto - Stein Salat Teufelsohr

Teufelsohren ist ein treffender Name für die alte italienische Sorte ‘Cerbiata’, die zu den Romana- oder Römersalaten gehört. Ihr Vorteil ist die gute Beständigkeit gegen Hitze und das teuflische Aussehen, denn die Blätter sind rötlich und spitz. Auch der Fingersalat ist nicht gerade das, was man einen normalen Kopfsalat nennt. Dabei schmeckt er hervorragend und bildet feste Köpfe. Seine Blätter sind lang und gebuchtet wie die Finger einer Hand.

Zu den Römersalaten gehört auch der Forellensalat ‘Forellenschluß’, eine alte Spezialität aus Österreich, die es aber schon 1546 in Deutschland gab. “Ist zu summers zeit ein angemessen essen, vertreibt unlust und macht begird zu essen” heißt es da. Man verzehrte ihn nicht nur roh, sondern schätzte ihn auch in der Suppe.

Foto - Stein Salat Forellenschuss

Noch wenig bekannt ist der Hirschhornwegerich, der aus der Toskana den Weg zu uns fand. Das schnellwüchsige Gewächs ist sehr gesund, wie die Heilpflanze Wegerich. Ihr Geschmack ist kräftig und aromatisch. Spargelsalat nennt man auch die noch immer gebräuchliche  Sommerendivie ‘Kasseler Strünkchen’. Von beiden isst man weniger die Blätter als den verdickten Stiel, der geschält und wie Spargel mit Sauce hollandaise zubereitet wird.

Zu den Zichoriensalaten gehört der weinrote, knackige Radicchio. Als haltbarer Herbst- und Wintersalat ist er auf den Märkten unübersehbar und in Mischungen mit Endivien oder grünen Salaten als Muntermacher sehr geschätzt. Wie alle Zichoriensalate wird er erst nach zur Zeit der Sonnenwende ausgesät, sonst muss man mit Schossern rechnen.

Rosenbegleiter

Die Königin der Blumen steht nicht gern allein. Gönnen Sie ihr einen Hofstaat durch passende Gehölze, Stauden und Gräser, denn erst in  entsprechender Umgebung kommt die samtige Pracht ihrer Blüten optimal zur Geltung.

Foto - Stein Lavendel im Rosengarten

Ob mit edel geformten Knospen oder dicht gefüllt mit nostalgischem Charme: zur Blütezeit faszinieren Rosen mit herrlichen Farben, mit süßem Duft und der anmutigen Schönheit ihrer Blüten. Gesellen Sie ihnen schmeichelnde Partner zu wie die klassischen Rosenbegleiter Waldrebe (Clematis), Lavendel,  Frauenmantel oder Storchenschnabel. Sie unterstreichen die Vorzüge der Rosen, lenken von Schwächen und Blühpausen auf liebenswürdige Art ab und steigern jedes Rosenbeet zum romantischen Gartenhöhepunkt. Mit heiteren Figuren, einer Sonnenuhr, bunten Bauernkugeln, Rankgittern, Obelisken oder nützlichem Zierat wie dekorativen Pflanzenstützen  mausert sich die Pflanzung zu einem viel beachteten Gartenbild. Letzter Schrei sind farbige oder silbrig glänzende Metallkugeln. Dekorativ wird jeder Rosengarten zudem auf einfache Weise: stellen Sie eine Bank auf oder Stühle und genießen Sie die Sonne inmitten von Bienengesumm und himmlischen Rosendüften.

Die besten Partnerpflanzen

Foto - BdS Rittersporn

Rosen brauchen Gesellschaft, doch sollte sie nicht zu nahe rücken. Konkurrenz bei Licht und Nahrung schränkt ihre Blühfähigkeit ein, deshalb sollte man mindestens 60 cm Abstand halten. So repräsentativ immergrüne Buchshecken auch sind, ihre hungrigen Wurzeln lassen Rosen kaum hochkommen. Charmante Begleiter sind die grüngelben Blütenwolken von Frauenmantel (Alchemilla mollis). Die radförmigen Blätter gaben der pflegeleichten Staude ihren Namen. Bei Regen glänzen auf ihnen Tau- und Wassertropfen auf dekorative Weise. Zierliches Schleierkraut (Gypsophila repens) hüllt die staksigen Rosenstiele in weiße Blütenwolken ein. Auf 70 cm Höhe blühen im Sommer Pfirsichblättrige Glockenblumen (Campanula persicifolia). Ein elegantes Dreigespann bilden Rosen und Ziergräser, wenn sich dazu die prächtige 120 cm hohe hellblaue Kuppelglockenblume (Campanula lactiflora `Loddon Anne´ oder `Pritchard´) gesellt. Fehlt es an duftenden Rosensorten, gleicht eine Begleitpflanzung durch Pfingstnelken in Rosa oder Weiß (Dianthus gratianopolitanus) oder Pfingstrosen den Aroma-Mangel aus. Blauer Lavendel steht als Mischkulturpartner parat, um Läuse abzuwehren, und Rittersporn bringt mit seinen majestätischen Blütenkerzen die nötige Dynamik ein, damit sich aus der Kombination von Rosen und ihren Begleitern ein wundervoller Hingucker ergibt.